Winter

 

 

Ich laufe durch den weißen Wald,

Es ist Dezember & draußen kalt.

Spuren von Tieren im weißen Schnee,

Ich möcht' nicht frieren und schnapp mir nen Tee.

 

Ich gehe noch weiter,

Fall über nen Stein.

Ich seh vor mir ne Leiter.

Dieses Baumhaus war einmal mein.

 

Ich drehe den Türknauf,

Ich geh ins Baumhaus hinein.,

Und seh zur Decke hinauf.

Ich musste fast wein'.

 

Ein Graffiti links,

Rechts ein Alkohol-Kasten,

Ich denk mir "Was bringt's?",

es soll mich nicht weiter belasten.

 

Das rede ich mir jedoch alles nur ein,

Mit diesem Gedanken stell ich mir selber ein Bein.

Wenn ich all das sehe, werde ich traurig,

Mir läufts über den Rücken, die Zukunft wird schaurig...

 

 

 

 

© by Keiji~Chan

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    tiger87w (Dienstag, 23 Oktober 2012 21:47)

    traurig und nachdenklich aber schön geschrieben wie immer :D

  • #2

    Einsiedler (Samstag, 27 Oktober 2012 20:26)

    So kann es sein, wenn einen die Vergangenheit einholt. Plötzlich werden wir an Dinge erinnert, die wir gern geändert hätten, aber sie sind geschehen. Deswegen dürfen wir nicht wie das Kaninchen vor der Schlange stehen bleiben. Dann fixiert uns die Schlange, wir kommen mit der Gegenwart nicht zu Recht und die Zukunft macht uns Angst.
    Also mit der Vergangenheit klar kommen, die Schlange fixieren, ihr die Macht nehmen und gegenwartsbezogen in die Zukunft gehen.

    Ein Gedanke zum Äußeren. Mir sind zu viele "ne" und "nen" im Gedicht und es ist auch nicht besonders gut, wenn sehr viele Zeilen mit "ich" beginnen. Vielleicht kannst du die Worte und ihre Reihenfolge noch einmal überdenken. Durch die Wortverkürzungen hast du eh keine Silbengleichheit in den Reimen erreicht.