Finsternis

 

 

Dunkle Wolken, grauer Nebel,

in meinem Kopf ihr euch verdichtet.

Wie schnell ihr meine Seele knebelt,

das letzte Licht der Freud' vernichtet.

 

Schwarzer Vorhang, finst'rer Schatten,

über meiner Welt ihr euch verbreitet.

Die kleinste Freud' konntet ihr bestatten,

nun, da sich eure Finsternis ausweitet.

 

Kleiner Käfig, enger Raum,

in euch ist meine Freud' gefangen.

Jedes Licht haltet ihr in Zaum,

bis Trauer und Zweifel ins Herze drangen.

 

 

 

 

© by Keiji~Chan, den 28.05.2012

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Einsiedler (Dienstag, 23 Oktober 2012 22:16)

    Du beschreibst Schatten mehr als Finsternis, die in uns ist. Dafür meine ich, ist Schatten eine nicht so gute Metapher, denn Schatten kann nur dort sein, wo auch Licht ist. Mir gefällt dazu ein Sprichwort: "Wenn du einen Riesen siehst, erkundige dich zuerst nach dem Stand der Sonne. Es könnte nämlich der Schatten eines Zwerges sein." Das Gedicht ist gut, aber "Schatten" passt nicht so richtig hin, es könnte "Finsternis" heißen und statt "finstere Schatten" könnte man "finstere Leere" schreiben.